Aktuelle Rezensionen

Tang shan da xiong (1971) - Filmplakat (zh)

Die Todesfaust des Cheng Li (Originaltitel: Tang shan da xiong / internationale Synonymtitel: The Big Boss / Fists of Glory) ist ein chinesischer Martial-arts-Film von Wei Lo (= Lo Wei) aus dem Jahr 1971. In den Hauptrollen spielen Bruce Lee, Maria Yi und James Tien.

Cheng (Bruce Lee) findet heraus, dass sein Boss bei dubiosen Geschäften mitmischt und nimmt den Kampf gegen die Drogenmafia auf. Cheng zieht zurück in seine Heimat, um mit seinem Cousin in einer Eisfabrik zu arbeiten. Durch einen Zufall entdecken zwei von Chengs Cousins Rauschgift auf dem Fabrikgelände und verschwinden auf mysteriöse Weise. Cheng will eine Erklärung und gibt sich nicht mit den fragwürdigen Ausreden seines Chefs Mr. Mi zufrieden. Der Fabrik-Boss und seine Leute versuchen jedoch mit allen Mitteln zu verhindern, dass Cheng die Wahrheit über das Verschwinden der Männer erfährt. Was hat Mr. Mi zu verbergen? Cheng will die dunklen Geheimnisse der Eisfabrik erfahren und begibt sich todesmutig auf die Spurensuche… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Dr.Ink sagte vor 7 Stunden 8 Minuten:

Ein holprig inszenierter Haudrauf-Film aus Fernost, der dem legendären Ruf von Bruce Lee nicht gerecht wird. Für Martial-arts-Freunde noch ansehbar!

5
Across the River (2013) - Filmplakat (en)

Across the River (Originaltitel: Oltre il guado) ist ein italienischer Horror-Thriller von Lorenzo Bianchini aus dem Jahr 2013. In den Hauptrollen spielen Renzo Gariup, Marco Marchese und Lidia Zabrieszach.

Der Naturforscher Marco Contrada (Marco Marchese) erreicht bei seiner Arbeit die bewaldeten Gebiete an der Grenze zwischen Italien und Slowenien. Um Tierzählungen und bestimmte Verhaltensweisen zu dokumentieren, verwendet Marco aufgestellte Foto- und Filmfallen. Immer wieder wertet er das Material aus und stößt dabei auf merkwürdige Fehlbilder.

Unbeirrt folgt er einer Route von Wildschweinen, die ihn tiefer und tiefer in die abgelegenen und düsteren Wälder des Grenzgebietes führen. Ein Fluss bildet die letzte natürliche Barriere und Marco Contrada sieht keinen anderen Weg, diesen zu überqueren, damit er seine Arbeit beenden kann. Immer häufiger kommt es jetzt zu bizarren Filmsequenzen, die die Trophäenkameras ablichten. Getrieben von der eigenen Neugier, entdeckt Marco ein verlassenes Bergdorf, das ein entsetzliches Geheimnis bewahrt… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
ABuchholz sagte vor 5 Tage 1 Stunde:

Ein Verhaltensforscher beobachtet Wildtiere im Grenzgebiet zwischen Italien und Slowenien. Sein gewohnter Tagesablauf besteht darin, Fallen aufzustellen und Kameradaten auszuwerten. Der Alltag wird jedoch durcheinandergebracht, als die Überwachungsbilder immer wieder seltsame Bildstörungen aufweisen. Er bricht mit seinem Campingwagen auf und folgt einem mit Peilsender versehenen Fuchs in ein verlassenes Bergdorf. Hier findet er Knochenreste und frisch gerissenes Wild; er vermutet, daß sich ein Wolfsrude in der Region aufhalten könnte und legt sich auf die Prisch. Tagelang kehrt er immer wieder in das Dorf zurück, einen Wolf findet er jedoch nicht. Dafür ist plötzlich sein Campingwagen spurlos verschwunden und ein Unwetter verhindert den Rückweg zu Fuß…

Der italienische Regisseur Lorenzo Bianchini ist mutig; er setzt auf Atmosphäre und nicht auf Guts & Gore; er wagt ein behäbiges Erzähltempo und erzeugt subtilen Grusel, während er abgedroschene Schockeffekte vermeidet; sein visueller Stil wäre geradezu für Found footage prädestiniert, doch auch dieser verführerischen Modeerscheinung widersetzt sich Bianchini. Das Resultat dieser selbstbewussten Entscheidungen lässt sich sehen: Die Kamera fängt entsättigte, nahezu monochrome Bilder auf, die eine intensive Einsamkeit vermitteln; auch darstellerisch gibt es nichts zu bekritteln, nur der an schwülstige Kirchenmusik angelegt Score will nicht so recht zu den menschenleeren Straßen passen.

Ein so eigenwilliger Film kann natürlich nur als Indepentend-Produktion entstehen; un tatsächlich belegt Across the River mit jeder Einstellung, wie wirkungsvoll unkonventionelle Sichtweisen und Erzählformen sein können. Der Preis dieses künstlerischen Ausdrucks ist allerdings hoch: Das zu Aufmerksamkeitsspannen im Minutenbereich dressierte Massenpublikum dürfte dieses Kleinod kaum erreichen. Wer sich dagegen auf Across the River einlässt, wird mit atmosphärischen Bildern belohnt, die sich ins Gedächtnis einbrennen: Asugesprochen sehenswert!

7
009/1 - The End of the Beginning (2013) - Filmplakat (jp)

009-1 - The End of the Beginning (Originaltitel: 009 No 1: The End of the Beginning) ist ein japanischer Science-fiction-Film von Kôichi Sakamoto aus dem Jahr 2013. In den Hauptrollen spielen Mami Abe, Ryôhei Abe, Sanae Hitomi, Hirotarô Honda, Mao Ichimichi, Mayuko Iwasa, Minehiro Kinomoto und Shizuka Midorikawa.

In einer entfernten Zukunft ist die Welt in zwei Machtbereiche unterteilt, den Westlichen Block und den Östlichen Block. Im Grenzgebiet zwischen beiden Zonen befindet sich J-Country"; hier werden die Konflikte zwischen deb beiden Blöcken ausgetragen.

Eine Geheimagentin des Westlichen Blocks ist Mylene, ein Cyborg mit menschlichen Erinnerungen und biomechanischen Elementen in ihrem Körper, die sie zu einer kaum besiegbaren Kampfmaschine machen.

Von der 00-Behörde erhält Mylene den Auftrag, die von Agenten des Östlichen Blocks entführte Wissenschaftlerin Dr. Klein aufzuspüren und zu beschützen. Auf ihrer Suche stößt Mylene auf Menschenhandel, sie begegnet einem jungen Mann namens Chris, der ihr bekannt ersceint, und sie entdeckt ein geheimes Regierungsprojekt, das anscheinend mit ihrer fragmentatischen Erinnerung zu tun hat… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Eisenstein sagte vor 6 Tage 1 Stunde:

Die Mangaserie 009-1 (ゼロゼロナイン・ワン) von Shôtarô Ishinomori hat eine lange Geschichte hinter sich: Sie entstand bereits 1967 und wurde 1969 ersmals als Fernsehserie mit Realdarstellern adaptiert. Als typisches Produkt der ostasiatischen Popkultur gibt es neben Einflüssen aus James Bond 007 auch Referenzen an die britischen Fernsehserien Space: 1999 und UFO von Gerry Anderson. Durch die jahrelange Vorgeschichte als Manga ist auch die neue Realfilmadaptation von Kôichi Sakamoto in einen komplexen Kontext eingebettet, der dem westlichen Zuschauer nicht unbedingt geläufig sein wird. In jedem Fall ist man mit einer wenig kohärenten Erzählweise konfrontiert, die ziemlich holprig wirkt.

Miléne Hoffman, der weibliche Hauptcharakter, ist ein Cyborg; das wird dem Zuschauer bereits in den ersten Filmminuten verdeutlicht. Kaum verbunden durch Übergänge springt die Handlung dann zum nächsten Auftrag; Nebencharaktere tauchen auf und verschwinden ohne Begründung wieder. Miléne hat immer wieder verschüttete Erinnerungen an ihre Kindheit, die in Rückblenden immer wieder kurz angerissen werden; die familiäre Vorgeschichte taucht dann in der zweiten Filmhälfte wieder auf und mutiert zum Hauptkonflikt der ganzen Geschichte. Ein wenig wirr wirkt das alles schon.

Ebenfalls nicht besonders elegant umgesetzt ist die innere Spannung zwischen Kämpfen und sonstiger Erzählhandlung; die Kämpfe entwickeln sich dabei nicht aus der Geschichte heraus, sondern werden Schlag auf Schlag aneinandergereit. Die Kämpfe dienen hier nicht der Dramatisierung der Handlung, sondern die Handlung wird genutzt, um zwischen Kamsequenzen überzuleiten. Das wird nach einer Weile ziemlich monoton, auch wenn die Kämpge gar nicht so übel choreografiert sind.

Auch die Kulissen und Ausstattungsdetails sind nicht schlecht geraten, aber sie begeistern auch nicht. Wie man es regelmäßig in japanischen Anime-Realverfilmungen erlebt, sind die Kostüme der weiblichen Protagonisten vollkommen absurd: sehr körperbetont und ziemlich sexy, aber vollkommen kampfuntauglich. Aber solche Widersprüche gehören wohl zum Wesen japanischer Animes und werden in Realfilmen eben mehr oder minder gelungen umgesetzt.

009-1 - The End of the Beginning hat etliche dramaturgische Hänger, bei denen man unschwer eindösen könnte; dem Film gelingt es also nicht besonders gut, durchgängig Spannung zu erzeugen und den dramaturgischen Höhepunkt vorzubereiten. Interessant dürfte dieser Film vor allem für Freunde des Mangas und der Anime-Adaptation aus dem Jahr 2006 sein. Der Normalzuschauer muß 009-1 - The End of the Beginning sicherlich nicht gesehen haben: Gerade noch ansehbar!

4
Jason X (Poster)

Jason X (Synonymtitel: Jason 10 / Arbeitstitel: Friday the 13th - Part X) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Jim Isaac (= James Isaac) aus dem Jahr 2002. In den Hauptrollen spielen Kane Hodder, Lexa Doig, Jeff Geddis, David Cronenberg, Markus Parilo, Jonathan Potts, Lisa Ryder, Dov Tiefenbach, Chuck Campbell, Melyssa Ade und Boyd Banks.

Nachdem im Jahr 2010 festgestellt wurde, daß sich der Serienmörder Jason Voorhees nicht töten lässt, wird er in einer Kältekammer eingefroren - und gerät in Vergessenheit. Vier Jahrhunderte später wird die Kältekammer von einem Professor und einer Gruppe von Studenten entdeckt und versehentlich wiederbelebt. Und natürlich macht Jason auch im 25. Jahrhundert umgehend das Einzige, was er beherrscht… Weiterlesen »

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
asb sagte vor 6 Tage 22 Stunden:

Seit Jahrzehnten macht der stumme Massenmörder Jason Voorhees die Kinos unsicher; zunehmend unsicher vor allem vor interessanten Gruselfilmen, die mittlerweile zehn Filme wurden nicht gerade besser durch das ständige Wiederholen derselben Slasher-Stories. Überraschenderweise nimmt der zehnte Teil eine originelle Wendung: Jason verschlägt es in eine ferne Zukunft, es wird also ein Genre-Crossover gewagt.

Eingefleischte Fans der Freitag, der 13.-Serie mag dabei das gewohnte Ambiente fehlen, dem Science-fiction-Freund bringt's dafür den tumben Killer näher. Und dieser Film ist gar nicht so übel: Es gibt eine Menge schwarzen Humor, eine solide Dosis Selbstironie und ein solides Scifi-Ambiente. Die Haupthandlung spielt ausschließlich auf einem Raumschiff, das weit von seiner Heimatbasis - Earth 2 - entfernt ist und nach einer Weile mit tatkräftiger Unterstützung Jasons zu Klump geflogen wird; gegen den antiken Serienkiller treten zunächst eine Handvoll Soldaten an und erst der "Sexbot" Kay-Em 14 kann ihn (vorübergehend) stoppen. Ein wenig erinnern die Charakterkonstellationen dabei an James Camerons brillianten Klassiker Aliens aus dem jahr 1986, und das ist als Lob gemeint.

Wie es bei Slasher-Filmen üblich ist, erfährt man nicht besonders viel über die Motivation des Killers; es wird das übliche Zehn-kleine-Negerlein-Spiel abgespult, das einen Spannungsmäßig nicht gerade vom Sessel fegt. Jason X bleibt dennoch immer kurzweilig und unterhaltsam - und läßt sich auch von Scifi-Fans allemal goutiren. Durchaus ansehbar!

6

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Jeff Grace