Cold Creek Manor - Das Haus am Fluss (USA/Kanada/Großbritannien 2003)

Cold Creek Manor - Das Haus am Fluss (Originaltitel: Cold Creek Manor) ist ein Thriller von Mike Figgis aus dem Jahr 2003. In den Hauptrollen spielen Dennis Quaid, Sharon Stone, Stephen Dorff, Mike Figgis und Juliette Lewis.

Endlich aus der großen Stadt raus und rauf aufs Land - das ist der Plan für Leah und Cooper Tilson (Sharon Stone und Dennis Quaid) und ihre beiden Kinder, als sie ein ehemals weitläufiges und prächtiges Landhaus namens Cold Creek Manor kaufen. Doch bald zeigen sich die ersten dunklen Wolken am Horizont, denn das Haus hat anscheinend eine recht düstere Vorgeschichte. Dann taucht ein Mann namens Dale Massie (Stephen Dorff) auf, der das Anwesen einmal vor Jahren besessen hat, bevor er wegen Totschlags im Gefängnis einsaß. Den Tilsons bietet er seine Hilfe bei der Renovierung des Gebäudes an und wird engagiert. Doch damit gehen die seltsamen Geschehnisse um das Gebäude erst richtig los…


Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Aki Ross sagte vor 2 Jahre 38 Wochen:

Die kleine Famile Tilson flieht aus der lauten Großstadt auf's friedliche Land; dort richtet man das herrschaftliche Anwesen Cold Creek Manor her, das für kleines Geld auf dem Immobilienmarkt zu haben war. Wer die Vorbesitzer waren und warum das Anwesen so billig war, das fragt sich niemand bei den Tilsons, obwohl der Papa sogar einen Dokumentarfilm über Cold Creek Manor plant. Natürlich taucht bald einer der Vorbesitzer auf und bringt das scheinbar sorgenfreie Leben der Tilsons durcheinander.

Regisseur Mike Figgis nimmt sich erstaunlich viel Zeit, um gemächlich eine psychologische Spannung zu entwickeln; ausführlich zeigt er das hektische Leben der Tilsons in New York City, die Suche nach einem Haus auf dem Land, den Umzug nach Cold Creek Manor, das Knüpfen erster Kontakte mit den Einheimischen usw. All dies soll die Normalität des Lebens von Papa Cooper (Dennis Quaid), Mama Leah (Sharon Stone) und ihren beiden halbwüchsigen Kindern zeigen. Erstaunlicherweise verzichtet er dabei weitgehend darauf, interne Reibereien innerhalb der Familie Tilson herauszuarbeiten - was zweifellos das nächstliegende Mittel gewesen wäre, die ländliche Familienidylle von innen heraus zu dekonstruieren.

Ansosnten lässt er jedoch kaum ein Klischee aus - vom gemeuchelten Reitpferd der Tochter bis zum dramatischen Showdown bei Blitz und Donner. Wegen der übermäßigen Häufung von Plattitüden will auch im weiteren Verlauf des Films nicht so recht Spannung aufkommen; die nicht gerade namenslosen Hauptdarsteller agieren auch nicht mit besonders viel Verve, und sie schaffen es nicht so recht, dem Handeln der Charaktere Plausibilität und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Cold Creek Manor erweist sich als ziemlich uninspirierter Psychothriller im Stile von Cape Fear, der jedoch nicht annähernd die Intensität des spannenden Vorbilds zu erreicht. Noch ansehbar!

5

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