Dickste Freunde (USA 2011)

Dickste Freunde (Originaltitel: The Dilemma) ist eine Komödie von Ron Howard aus dem Jahr 2011. In den Hauptrollen spielen Vince Vaughn, Kevin James, Jennifer Connelly, Winona Ryder und Channing Tatum.

Seit Collegezeiten sind Ronny und der glücklich verheiratete Isaac gemeinsam durch dick und dünn gegangen und als Geschäftspartner einer Autodesignfirma stehen sie jetzt kurz davor, den Auftrag ihres Lebens an Land zu ziehen. Es könnte also kaum besser laufen und mit Ronnys Freundin Beth und Nicks Frau Geneva an ihrer Seite scheinen sie ein unschlagbares Team zu sein. Für Ronny wird diese heile Welt allerdings mit einem Mal aus den Angeln gehoben, als er die Frau seines Freundes mit einem anderen Mann ertappt. Von nun an sorgen seine stümperhaften Gehversuche als Amateur-detektiv nicht nur für ein heilloses Chaos, sondern er gerät dabei auch selbst immer tiefer in eine ausweglose Zwickmühle. Erst recht, als Ronny mitbekommt, dass auch Isaac ein paar Geheimnisse hat. Während die Uhr tickt und die wichtigste Präsentation ihrer Karriere näher rückt, muss sich Ronny entscheiden: Soll er Isaac alles erzählen oder das Geheimnis einfach für sich behalten? Je länger Ronny zögert und versucht, das Richtige zu tun, umso tiefer gerät er in ein aberwitziges Fettnäpfchen-Minenfeld. Dadurch setzt er auch seine Freundschaft aufs Spiel.


Rezensionen, Kritiken und Meinungen
Aki Ross sagte vor 3 Jahre 22 Wochen:

Regie-Veteran Ron Howard (Apollo 13, The Da Vinci Code) nimmt sich immer wieder gerne melodramatischer und überstilisierter Stoffe an, die in irgendeiner Form populäre amerikanische Werte propagieren. Dickste Freunde verbindet all diese Elemente in einer Komödie, die wenig zum Lachen bietet: Da wird eine kriselnde Ehe ruiniert, und ein Subwoover muss Elektroautos veredeln. In Amerika hat die vernachlässigte Ehefrau nicht fremdzugehen, und lautlose Elektroautos sind "gay". Echte amerikanische Hengste dürfen dagegen Asia-Nutten poppen, und lärmende Automotoren machen geil. Anderswo würde man das wohl als verlogen, spießig und ziemlich zurückgeblieben bezeichnen.

Freilich ließe sich aus dem mißtrauischen besten Freund und seinen fortwährenden Fehltritten so manches komödiantische Potenzial schlagen; hier versagt Howards Komödie jedoch vollkommen: Sie ist zu keinem Zeitpunkt witzig, aber nahezu durchweg peinlich. Am darstellerischen Kaliber von Vince Vaughn, Kevin James, Jennifer Connelly und Winona Ryder sollte es eigentlich nicht scheitern. Aber vielleicht hat einfach auch der falsche Regisseur das falsche Drehbuch mit den falschen Schauspielern zu verfilmen versucht - zumindest würde das diesen totalen Rohrkrepierer erklären.

Was bekommt der Zuschauer über annähernd zwei Stunden aufgetischt? Die Probleme einer retardierten Autoindustrie, die feuchten Wohlstandsfantasien karrieregeiler Jungunternehmer - und endloses Gelaber. Und letzteres - die unsägliche Geschwätzigkeit - ist es letztlich, die die The Dilemma den Todesstoß gibt. Schwülstiges Geplapper zieht sich ohne Ande durch den Film und raubt jegliche Freude am Zuschauen. Eine geschwätzige Möchtegernkomödie, die kein bisschen witzig ist. Nicht sehenswert!

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