Lockout (Frankreich 2012)

Lockout ist ein französischer Science-fiction-Thriller von Stephen St. Leger und James Mather (aka Saint & Mather) aus dem Jahr 2012. In den Hauptrollen spielen Guy Pearce, Maggie Grace, Joseph Gilgun und Peter Stormare.

50 Meilen von der Erde entfernt befindet sich das ausbruchssicherste Gefängnis der Zukunft: MS: One. Hier fristen die 500 gefährlichsten Verbrecher der Welt ihr Dasein im künstlichen Tiefschlaf. Als US-Präsidententochter Emilie (Maggie Grace) auf geheimer humanitärer Mission in das High-Tech-Gebäude reist, gerät sie in Lebensgefahr: Während eines gezielten Komplottes werden die Insassen aus ihren Gefängnis-Kapseln befreit und bringen die MS: One unter ihre Kontrolle. Undercover-Agent Snow (Guy Pearce), der einst zu Unrecht für einen Mord verurteilt wurde, bekommt auf der Erde ein Ultimatum gestellt: Stoppt er die feindliche Übernahme, bietet ihm die US-Regierung seine Freilassung an. In einer gnadenlosen One-Man-Show stellt sich Snow den unberechenbaren Gegnern - für ihn und Emilie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Guy Pearce (Tödliches Kommando - The Hurt Locker, Memento), Maggie Grace (96 Hours) und Peter Stormare (Das Kabinett des Doktor Parnassus) sorgen in diesem Action-Spektakel für jede Menge Nervenkitzel. Produziert und mitgeschrieben wurde der Thriller Lockout von Adrenalin-Garant Luc Besson.

Zitate

So cool wie Snow: Die schlagfertigsten Sprüche des Actionhelden aus Lockout.

Snow: Verstehen Sie mich nicht falsch, das ist'n Traumurlaub. Ich meine, äh, ich pack meine sieben Sachen, fahre ins All, ich, äh, gehe in eine Hochsicherheits-Klapse, ich rette die Tochter des Präsidenten, wenn sie nicht schon tot ist, schleich mich an Psychos vorbei, die gerade aufgestanden sind... Ich bin begeistert, dass Sie da an mich denken.
Langral: Sie mögen mich nicht, was?
Snow: Bilden Sie sich mal nichts ein. Ich mag niemanden.
Shaw: Nüsschen?
Snow: Die will ich mir gerade abgewöhnen. (raucht)
Snow: Oh, Scheiße. Die haben den Funk gestört.
Emilie: Wer?
Snow: Die kleinen Funkfeen. Wer'n sonst?
Snow: Ich hab Sie von den Toten zurückgeholt.
Emilie: Ich war tot?
Snow: Ja, und im Moment wären Sie mir so auch lieber.
Shaw: Snow, was gibt’s Neues ?
Snow: Globale Erwärmung, 'ne Promibraut lässt sich die Brüste vergrößern und der Kongress hat mal wieder Mist gebaut. Sie wissen schon, das Übliche.
Emilie: Sollen Sie mir was ausrichten?
Snow: Ja, Sie sind adoptiert.
Emilie: Sind Sie der einzige Schwachkopf, den die für diese Mission finden konnten?
Snow: Der Einzige, der blöd genug war, ja zu sagen.
Emilie: Sind Sie immer so'n Kotzbrocken?
Snow: Schhh!
Emilie: Haben Sie was gehört?
Snow: Nein, ich wollte nur die Stille genießen.
Emilie: Da sind Sie ja wieder.
Snow: Ja, mir war langweilig.

(Quelle: Pure Online)

Rezensionen, Kritiken und Meinungen
asb sagte vor 2 Jahre 23 Wochen:

Lockout folgt in groben Zügen dem Plot von John Carpenters Die Klapperschlange aus dem Jahr 1981: Ein Straftäter wird amnestiert unter der Maßgabe, einen Prominenten aus einem Hochsicherheitsgefängnis zu befreien; in Lockout ist dieser Prominente die Tochter des US-Präsidenten, in Carpenters Film war es der Präsident selbst; im Vorgänger befand sich das Hochsicherheitsgefängnis im ehemaligen New York, nun schwebt es als Raumstation um die Erde. Vieles, was sich nicht an Carpenters Meilenstein anlehnt, wird von inhaltlich verwandten Filmen inspiriert, beispielsweise von den beiden Fortress-Filmen mit Christopher Lambert (1992 bzw. 2000). Lockout mangelt es jedoch nicht nur an Originalität; auch der politische Subtext der Vorgängerfilme wurde auf eine handzahme Alibi-Verschwörung rediziert. Von französischen Filmen ist man da eine ganz andere Gangart gewohnt, man denke an die beiden Ghettogangz-Filme, während man entpolitisierte Kost eher aus Hollywood erwartet.

Kräftig Punkte sammelt Lockout dagegen bei Action und tockenen one linern - hier kommt eine lockere Komponente hinein, die an die großen Actionfilme der 1990er Jahre erinnert, und wenn Guy Pearce den Mund öffnet, hört man im Hintergrund gewissermaßen John McClane "Geronimo, Motherfucker!" rufen. Allerdings kommt dieser flapsige Humor mit einer gehörigen Portion Zynismus daher, die eher abschreckt; vor allem fällt die Charakterzeichnung durch das Fehlen echter Dialoge ausgesprochen eindimensional aus; sämtliche Protagonisten des Films erweisen sich als wandelnde Klischees, deren Vorgeschichte und Motivationen man allenfalls erraten kann.

Eindrucksvoll geraten die visuellen Effekte, die sich größtenteils nahtlos in die Realhandlung einfügen - größtenteils, aber nicht lückenlos: Beispielsweise gibt es zu Beginn eine kurze Motorrad-Verfolgungsjagd, die in ihrer Grobschlächtigkeit wie aus einem Echtzeit-Egoshooter entliehen wirkt und einfach nicht in einen Kinofilm passt; gegen Ende springen zwei Protagonisten dann binnen weniger Sekunden direkt von einer Raumstation im Erdorbit auf US-amerikanisches Straßenpflaster - diese absurde Idee ist leider auch noch lächerlich primitiv umgesetzt. Abgesehen von diesen - wenigen - Ausreißern funktioniert die Illusionmaschinerie aber recht gut.

Die Produktion aus Luc Bessons Europa Corp. hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck; sie ist produktionstechnisch stellenweise hochkarätig umgesetzt, im Detail fehlt jedoch die Sorgfalt vergleichbarer US-Großproduktionen; stilistisch ahmt Lockout den Hollywood-Mainstream nach, vergißt dabei jedoch die europäischen Stärken und wird so eine zwar glabalisierte, aber auch austauschbare Unterhaltungsproduktion. Spaß im Sinne eines guilty pleasure macht Lockout durchaus - und das zählt für den Zuschauer; als Popcorn-Unterhaltung ist der Film also durchaus ansehbar. Aber: Brauchen wir wirklich ein "Hollywood II" auf europäischem Boden, aber ohne europäische Wurzeln, das mehr vom Immerselben produziert?

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Siehe auch

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Filmtitel Gattung Beitrag
Escape from New York (Filmplakat / en)
Die Klapperschlange (Großbritannien/USA 1981)
Action, Science-fiction
Regie: John Carpenter
Adrienne Barbeau, Charles Cyphers, Donald Pleasence, Ernest Borgnine, Frank Doubleday, Harry Dean Stanton, Isaac Hayes, Joe Unger, John Strobel, Kurt Russell, Lee van Cleef, Season Hubley, Tom Atkins
Film
(Fernsehserie)
02.04.2012 (cr)
02.04.2012 (ed)
Veröffentlicht
828
(Eko)
Fortress 2 - Die Festung 2 (Cover / DVD)
Fortress 2 - Die Festung 2 (USA/Luxemburg 1999)
Science-fiction, Thriller
Regie: Geoff Murphy
Christopher Lambert, Liz May Brice, Patrick Malahide
Film
(Spielfilm)
30.05.2005 (cr)
11.07.2012 (ed)
Veröffentlicht
324
(asb)

Ausgaben von ›Lockout (Frankreich 2012)‹

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  • Laufzeit: ca. 91 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK ab 16 freigegeben
  • Sprache:
    Deutsch
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  • Tonformat:
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35-mm-Film – Universum Film
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  • Laufzeit: ca. 99 Minuten
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenverhältnis: 2,35:1 (21:9; Cinemascope)
  • Tonformat:
    Dolby Digital (= Dolby SRD, Dolby SRD EX) (Deutsch)
    Dolby SR (= Dolby Stereo A, Dolby Stereo SR) (Deutsch)

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